Entwicklung und Gestaltung

Geschichte

Entwicklung des Friedhofs Ohlsdorf von der Eröffnung 1877 zum internationalen Park- und Kulturdenkmal.

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Der Friedhof Ohlsdorf wurde am 1. Juli 1877 eröffnet. Wilhelm Cordes prägte zunächst einen romantischen Parkfriedhof nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten. Wege, Gewässer und Pflanzungen verbanden Bestattungsfläche und Erholungsraum.

Vom Landschaftsgarten zur Friedhofsreform

1900 erhielt die Anlage einen Grand Prix auf der Pariser Weltausstellung. Nach Cordes übernahm Otto Linne 1919 die gestalterische Leitung. Seine geometrischeren Grabquartiere, Hecken und Baumreihen stehen für die Friedhofsreform des frühen 20. Jahrhunderts.

Erinnerungsort des 20. Jahrhunderts

Auf dem Friedhof befinden sich Anlagen für Opfer von Krieg und nationalsozialistischer Verfolgung. Dazu zählen die Gräber der Bombenopfer, die Gedenkstätte für die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und internationale Kriegsgräberstätten.

Neue Formen des Erinnerns

1996 eröffnete das Museum Friedhof Ohlsdorf. 2011 wurde das Forum Ohlsdorf mit saniertem historischem Schumacherbau, neuen Feierräumen, Krematorium, Kolumbarium und Urnenkrypta vorgestellt. Das Projekt Ohlsdorf 2050 entwickelt den 389 Hektar großen Parkfriedhof angesichts veränderter Bestattungskultur weiter.

Die heutige Anlage bewahrt damit zwei deutlich erkennbare Landschaftssprachen: Cordes’ malerischen Park und Linnes reformorientierte, klar gegliederte Bereiche.